Auslöser der Honorarberatung

Folgen der Finanzkrise

 

Um die katastrophalen Folgen der großen Finanzkrise von 2007/2008 (Insolvenz von Banken und darauf folgende Geldvernichtung) zukünftig zu verhindern, wurden weltweit Anstrengungen unternommen das Finanzwesen, insbesondere den Banken-, den Versicherungs- und Investmentbereich stärker zu reglementieren, um die Verbraucher zu schützen.

Auch in Europa, und hier speziell in Deutschland forderten Verbraucherschützer schon Jahre vor der Krise entsprechende Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte zum Schutz der Verbraucher.

 

Transparente Beratung

 

Teil dieser Anstrengungen für mehr Verbraucherschutz im Finanzwesen war die Offenlegung von Kosten in Finanzprodukten und Leitlinien für eine transparente Beratung. In Europa hat die Gesetzgebung mit entsprechenden Vorgaben und Richtlinien reagiert. So sind z.B. die Kosten den Anlegerinformationen und Produktinformationsblättern zu entnehmen.

Außerdem soll der Verbraucher erkennen können, wer bei der Beratung vor ihm sitzt. Es gibt  in Deutschland ca. 400.000 Versicherungsmakler, Versicherungs- und Bausparkassenvertreter und Bankberater. Dem gegenüber stehen ca. 1.300 Honorarberater, die nicht wie die anderen „Berater“ vom Produktgeber (Bank, Bausparkasse, Versicherung), sondern für Ihre Finanzanalyse und Anlageempfehlung direkt vom Mandanten bezahlt werden.

Die Honorarberatung zielt also ausschließlich auf den Wunsch und das Anlageziel des Mandanten ab, frei vom Produktverkauf. Laut einer repräsentativen Studie vom “Servicemonitor Finanzen“ von NFS Netfonds (über 1.000 Bundesbürger über 18 Jahre), erwarten 84 % der Befragten eine klare Auskunft darüber, ob und von welchem Unternehmen der Vertreter Provisionen erhält.